Obituary Gerhard Oberhammer

Obituary Gerhard Oberhammer
von Marion Rastelli, Marcus Schmücker und Himal Trikha*
Gerhard Oberhammer, emeritierter ordentlicher Professor für Indologie an der Universität Wien und wirkliches Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, ist am 22. Dezember 2025 nach einem schaffensreichen Leben im Alter von 96 Jahren in seiner Heimatstadt Innsbruck, Österreich, verstorben.
Gerhard Oberhammer wurde am 18. Juni 1929 in Innsbruck geboren, wo er die Volksschule und das Akademische Gymnasium besuchte. Bei einem chemischen Experiment, das er im Alter von zwölf Jahren gemeinsam mit einem Schulkameraden durchführte, kam es zu einer Explosion, bei der er sich beide Augen verletzte. Mehrere Operationen waren erforderlich; sein Sehvermögen blieb zeitlebens eingeschränkt.
1949 nahm Oberhammer an der Universität Innsbruck das Studium der Germanistik, Geschichte und Philosophie auf, wechselte jedoch bald zur Vergleichenden Sprachwissenschaft bei Hermann Ammann. Sein Schwerpunkt war Sanskrit, darüber hinaus erlernte er Arabisch und Hebräisch, um „die Philosophie aller Völker“ studieren zu können. [1] Zusätzlich absolvierte er an der Theologischen Fakultät philosophische Seminare bei Simon Moser und Karl Rahner. In den Jahren 1950/51 verbrachte Oberhammer ein Auslandsjahr an der Sorbonne in Paris, wo er bei Jean Filliozat und Louis Renou Indologie studierte. Sein erster Aufsatz 1953 war bereits einem indologischen Thema gewidmet,[2] 1954 promovierte er in Innsbruck bei Richard Strohal mit einer Dissertation zur Erkenntnismetaphysik bei Plotin.[3]
Nach Abschluss seines Studiums war Oberhammer von 1955 bis 1961 als wissenschaftliche Hilfskraft am Institut für Indologie der Universität Wien bei Erich Frauwallner tätig. In dieser Zeit verbrachte er von 1957 bis 1959 einen Studienaufenthalt als Research Scholar am Sanskrit Department der Universität Madras in Indien, wo er gemeinsam mit Venkataraman Raghavan Texte verschiedener indischer philosophischer Traditionen studierte. Von 1961 bis 1964 hatte Oberhammer eine Position als Wetenschappelijk Hoofdambtenaar (vergleichbar einem außerordentlichen Professor oder Senior Lecturer) am Instituut voor Oosterse Talen der Universität Utrecht inne, wo er indische Philosophie lehrte. In den Niederlanden lernte er auch seine Frau Magdalena Geurts kennen, die Heirat erfolgte 1964, 1973 wurde die gemeinsame Tochter Maria Barbara geboren.
Oberhammer wurde 1964 als Nachfolger Frauwallners zum außerordentlichen Professor und Vorstand des Instituts für Indologie an der Universität Wien berufen. 1967 erfolgte seine Ernennung zum ordentlichen Professor für Indologie. Diese Position hatte er bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1997 inne. Von 1983 bis 1987 war Oberhammer zudem Dekan der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien. An der Österreichischen Akademie der Wissenschaften leitete Oberhammer ab 1983 die Kommission für die Sprachen und Kulturen Südasiens sowie ab 1986 die neu geschaffene Forschungsstelle für Kultur- und Geistesgeschichte Asiens. Beide Einrichtungen wurden 1991 zum Institut für Kultur- und Geistesgeschichte Asiens zusammengeführt, dessen Leitung Oberhammer bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1997 innehatte.
Die großen Schwerpunkte in Oberhammers wissenschaftlichem Schaffen bildeten die Philosophiegeschichte der brahmanischen Traditionen und die Religionsgeschichte des Hinduismus sowie die Religionshermeneutik.
Im Bereich der Philosophiegeschichte vertiefte Oberhammer die von seinem Amtsvorgänger Frauwallner für die Wiener Indologie gewählte Spezialisierung[4] zunächst mit Arbeiten zur Erkenntnistheorie und Logik des frühen Sāṅkhya und Nyāya. Oberhammer hatte bereits mit frühen Aufsätzen wie „The Authorship of the Ṣaṣṭitantram“ (1960) oder „On the Sources in Jayanta Bhaṭṭa and Uddyotakara“ (1962) zur historischen Aufarbeitung dieser Richtung des indischen Denkens beigetragen und griff diese Themen über die gesamte Dauer seiner wissenschaftlichen Tätigkeit hinweg immer wieder auf. Sein „Beitrag zu den Vāda-Traditionen Indiens“ (1963) sowie die „Gedanken zur historischen Darstellung indischer Logik“ (1964) finden ihren Höhepunkt in den drei Bänden des Begriffswörterbuchs zur altindischen Dialektik, Erkenntnislehre und Methodologie, der Terminologie der frühen philosophischen Scholastik in Indien (1991–2006).
Neben den in diesem Arbeitsschwerpunkt angewendeten philologisch-historischen Methoden hat sich Oberhammer von Frauwallner zu einem weiteren methodischen Vorgehen inspirieren lassen, nämlich zur systematischen Untersuchung der „inneren Gestalt“ eines Textes, zu einer „vom philosophischen Verstand her interpretierenden Deutung[, die] grundsätzlich der Philologie verpflichtet blieb“.[5] Dieser für Oberhammers Denken charakteristischen Methode hatten auch wir Studierenden uns in seinen Seminaren zu stellen. War der gemeinsam gelesene Text einmal philologisch abgeklärt und historisch eingeordnet, so konnten wir stets die Frage befürchten: „Was bedeutet das? Worauf will der Autor mit diesen Worten hinaus?“ Dieser Blick aufs Ganze, der vor dem Hintergrund des übersetzten Textes und der Analyse der begrifflich-logischen Argumentation seines Autors stets erneut auf den zentralen philosophischen Gedanken abzielt, charakterisiert Oberhammers wissenschaftlichen Zugang und zieht sich wie ein roter Faden durch seine Veröffentlichungen. Im Bereich der Forschung zur indischen Philosophie im engeren Sinne ist diese Methode in zahlreichen Arbeiten zur Soteriologie des Yoga, Nyāya und Vedānta fruchtbar geworden.
„Gott, Urbild der emanzipierten Existenz im Yoga des Patañjali“ (1964) ist die erste der Untersuchungen Oberhammers zum Pātañjalayogaśāstra und zu yogischen Praktiken anderer Traditionen. In der Monographie Strukturen yogischer Meditation. Untersuchungen zur Spiritualität des Yoga (1977) wird die yogische Meditation in den soteriologischen Kontext der Transzendenzerfahrung gestellt. Vor dem Hintergrund historisch-philologisch rekonstruierter Abschnitte zum sāṅkhyistischen Yoga, zum theistischen Yoga sowie zu den im Pātañjalayogaśāstra behandelten Formen des Yoga schlägt Oberhammer vor, die yogische Meditation „als eine geistige Realität zu verstehen, die vom Übenden in eine bewusste Beziehung zur letzten Sinngebung des menschlichen Daseins gesetzt wird“ (ebd., p. 2).
Die beiden Aufsätze „Pakṣilasvāmin’s Introduction to his Nyāyabhāṣyam“ (1964) und „Der frühe Nyāya. Bemerkungen zur inneren Gestalt seines Denkens“ (1992) umreißen Oberhammers wissenschaftliche Leistung ebenfalls in exemplarischer Weise. Sie machen deutlich, dass er nicht nur an der Begriffsgeschichte der logisch-dialektischen Kategorien des Nyāya mitgewirkt hat, sondern zugleich einen interpretativen Rahmen für dessen Heilsversprechen entwickelte. In diesem Zusammenhang ist besonders die Monographie Wahrheit und Transzendenz. Ein Beitrag zur Spiritualität des Nyāya (1984) hervorzuheben, die Oberhammer in die Fragestellung seiner vorausgehenden Yoga-Studie einordnet, indem er die in den Texten des frühen Nyāya fassbare Spiritualität „über das Nachzeichnen ihrer konkreten historischen Gestalt hinaus als Vollzug der tatsächlichen Transzendenzbezogenheit des Menschen“ (ebd., p. 3) zu erfassen sucht.
Für die Erforschung des Vedānta, insbesondere seiner Soteriologie, hat Oberhammer einerseits zum Advaitavedānta Śaṅkaras beigetragen, etwa mit „Śaṅkaras Lehre von der Emanzipation zu Lebzeiten“ (1995), anderseits substantielle Forschung im Bereich des Viśiṣṭādvaitavedānta geleistet. Auf den frühen Aufsatz „Zur Theorie der Schlussfolgerung bei Parāśarabhaṭṭa“ (1968) folgte Oberhammers erste Monographie Yāmunamunis Interpretation von Brahmasūtram 2,2,42–45 (1971). Daran knüpfte die Monographie Parāśarabhaṭṭas Tattvaratnākaraḥ (1979) an, der erste von insgesamt neun Bänden der Reihe Materialien zur Geschichte der Rāmānuja-Schule. Bereits der erste Band stellte für die Erforschung der Schule ein Novum dar, insofern es Oberhammer gelang, das Werk Parāśarabhaṭṭas auf der Grundlage fragmentarischer Zitate späterer Autoren weitgehend zu rekonstruieren; ein vergleichbares Vorgehen wählte er auch für das Werk Yādavaprakāśas im dritten Band der Reihe. Die weiteren Bände widmeten sich zentralen theologischen Themen der Tradition, darunter der Lehre von Gott als innerem Lenker, der Theologie der Göttin, den Vorstellungen von Erlösung und jenseitiger Existenz sowie dem für die religiöse Praxis zentralen Konzept der Zufluchtsuche bei Gott. Diese Themen wurden anhand bislang wenig untersuchter Vertreter der Schule, wie z.B. den Nachfolgern Rāmānujas Nārāyaṇārya, Varadaguru, Meghanādārisūri und Veṅkaṭanātha, eingehend analysiert und in ihrer begriffsgeschichtlichen Entwicklung rekonstruiert.
Oberhammer gehörte auch zu den ersten Wissenschaftern im westlichen Raum, die die enge historische Verbindung zwischen Lehren des Viśiṣṭādvaitavedānta und der religiösen Tradition des Pāñcarātra erkannten und systematisch untersuchten. Diese Entdeckung fand später ihren Niederschlag in dem Tagungsband On the Mutual Influences and Relationship of Viśiṣṭādvaita Vedānta and Pāñcarātra (2007).
Im Zusammenhang mit Oberhammers Beiträgen zur Erforschung der Religionsgeschichte des Hinduismus sind besonders jene Untersuchungen hervorzuheben, welche die historische Genese religiöser Traditionen im Hinblick auf Selbstverständnis, Überlieferungsautorität und Verflechtung mit anderen Traditionen thematisieren. In diesem Zusammenhang sind seine Hypothesen zum Begriff der Tradition (Vedism and Hinduism, 1997) und zum Beziehungsgefüge brahmanisch-orthodoxer, tantrischer und pāñcarātrischer Traditionen (Miscellanea to the Phenomenon of Tantras, 1998) zu nennen. Die systematische Erforschung dieser Themen erfolgt in dem langfristig angelegten Projekt des Tāntrikābhidhānakośa (seit 1993), ein fünfbändiges Wörterbuch zur Terminologie hinduistischer Tantren, darunter jener des Pāñcarātra, das Oberhammer gemeinsam mit den französischen Gelehrten Hélène Brunner und André Padoux ins Leben rief und an dem bis heute internationale Expert:innen mitwirken.
Eine wesentliche Komponente von Oberhammers wissenschaftlicher Arbeit war seine konsequente Öffnung für das interdisziplinäre Gespräch der Indologie mit Philosophie und Theologie jüdisch-christlicher Traditionen. Bewegt von den tiefgreifenden Veränderungen innerhalb der katholischen Kirche seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962–1965) und ihrer neu formulierten Haltung gegenüber den anderen Religionen, gründete Oberhammer 1967 – unterstützt von seinem Lehrer und Wegbegleiter Karl Rahner und von Kardinal Franz König – die nach dem in Indien wirkenden Jesuitenpater Roberto de Nobili benannte „Sammlung de Nobili“. Diese Forschungseinrichtung verfolgt bis heute das Ziel, eine wissenschaftlich reflektierte Basis für den Dialog zwischen den Weltreligionen, im Besonderen zwischen Christentum und Hinduismus, zu schaffen. Neben einer Bibliothek und der Herausgabe der Publikationsreihe „Publications of the De Nobili Research Library“ sind als Ergebnis dieses Engagements besonders Symposien hervorzuheben, in denen die Begegnung der religiösen Traditionen Indiens mit der christlichen Geisteswelt im Mittelpunkt stand. Oberhammer hat in diesem Zusammenhang mehrere interdisziplinäre Symposien verantwortet und ermöglichte damit einen kontinuierlichen Austausch zwischen Fachwissenschafter:innen aus Indologie, Theologie und Philosophie, wobei Oberhammer auch einen eigenen philosophischen Diskurs entwickelte.
Ausgangspunkt dieses Diskurses bildeten philosophische Grundfiguren, die Karl Rahner in seinem theologischen Werk entfaltet hatte. Oberhammer transformierte sie, indem er sie aus ihrer spezifisch christlich-theologischen Bindung löste und für das Phänomen Religion in den religiösen Traditionen Indiens fruchtbar machte. Auf dieser Grundlage entwickelte er, was er zunächst eine „transzendentale Hermeneutik religiöser Traditionen“ und später „Religionshermeneutik“ nannte. „Hermeneutik“ verstand er dabei nicht als Textexegese, sondern als Grundvollzug existenziellen Verstehens, in dem der Mensch sich selbst und seine Wirklichkeit im Horizont eines letzten Sinnes auslegt. „Transzendental“ bezeichnete für ihn dabei die Bedingungen der Möglichkeit dieses Verstehens selbst, jene ursprüngliche Offenheit des Menschen, in der ihm Welt, Sinn und Wirklichkeit überhaupt erst zugänglich werden. Konkret richteten sich die von Oberhammer angeregten Symposien auf grundlegende Fragen menschlicher Existenz im Horizont von Transzendenz, Sinn, Tod und religiöser Geltung und verbanden dabei phänomenologische, religionshermeneutische und traditionsübergreifende Perspektiven jenseits dogmatischer Festlegungen. Exemplarische Ergebnisse dieses Denkwegs sind die Tagungsbände Im Tod gewinnt der Mensch sein Selbst (1995), der Tod, Auferstehung und Emanzipation im interreligiösen Vergleich thematisiert, und Glaubensgewissheit und Wahrheit in religiöser Tradition (2008), der die Frage des religiösen Wahrheits- und Geltungsanspruchs in christlicher und hinduistischer Perspektive aufgreift.
Neben der theoretischen Reflexion über die Begegnung verschiedener religiöser Traditionen zeigte sich Oberhammers Interesse an einer praktischen Umsetzung dieses Anliegens in seinem Engagement an der Katholischen Hochschule St. Gabriel in Mödling. Dort wirkte er 1991 maßgeblich an der Errichtung des Religionstheologischen Instituts mit, das von Pater Andreas Bsteh geleitet wurde und insbesondere katholischen und protestantischen Theologen einen Rahmen bot, das interdisziplinäre Gespräch zu vertiefen sowie die Beziehungen des Christentums zum Hinduismus, Buddhismus und Islam zu erschließen.
Oberhammers wissenschaftliche Leistungen wurden durch Mitgliedschaften in zahlreichen Gelehrtengesellschaften gewürdigt. Neben seiner Tätigkeit als wirkliches Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften war er u.a. korrespondierendes Mitglied der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Theologie, Mitglied der Academia Europaea und Ehrenmitglied der Société Asiatique.
Mit zwei Festschriften zu seinem 65. Geburtstag ist Oberhammer die Würdigung seiner Person sowohl von indologischer Seite als auch von theologisch-philosophischer Seite zuteilgeworden.[6] Eine weitere Festschrift zu seinem 90. Geburtstag spiegelt die Rolle wider, die Oberhammer nach dem Fall des Eisernen Vorhangs für Wissenschafter:innen des Department of Indology am Institute of Oriental Philology der Jagiellonischen Universität in Krakau, Polen, gehabt hat. Der Kontakt begann mit der Einladung einiger Mitarbeiter:innen des Krakauer Departments zur Teilnahme an der 8. World Sanskrit Conference, die 1990 in Wien stattfand. Auf dieses erste Zusammentreffen folgte über mehr als zwei Jahrzehnte ein enger wissenschaftlicher Austausch, von dem die Krakauer Kolleg:innen in hohem Maße profitierten[7] und den auch Oberhammer selbst als außerordentlich fruchtbar empfand.
Der Austausch mit Krakau fiel bereits in die Zeit von Oberhammers Emeritierung und vervollständigt die Jahrzehnte seines Wirkens, in denen er sich unermüdlich für die Förderung seiner Kolleg:innen und Schüler:innen einsetzte. Viele seiner Wegbegleiter:innen erinnern sich an sein fortwährendes, ehrliches Interesse an ihrer Arbeit, an seine wissenschaftliche Neugier und menschliche Anteilnahme. Er war in jedem seiner Forschungsgebiete ein Wegbereiter, der neue Zusammenhänge erschloss und auch andere dazu inspiriert hat, die geistige Begegnung zwischen Indien und Europa neu zu denken. Mit Gerhard Oberhammer ist ein herausragender Wissenschafter und unterstützender Lehrer von uns gegangen, ein Mensch mit Weitblick und Herz.
Ergänzung des Schriftenverzeichnisses
Das letzte gesammelte Schriftenverzeichnis ist in folgender Publikation enthalten:
– Utz Podzeit (ed.): Gerhard Oberhammer. Ausgewählte Kleine Schriften. (Publications of the De Nobili Research Library 33). Wien 2007.
Seither war Oberhammer noch als Herausgeber der Wiener Zeitschrift für die Kunde Südasiens (Bände 51–53) und als Serienherausgeber der Publications of the De Nobili Research Library genannt (Bände 34 bis 39 und Occasional Papers 7–10). Zudem hat er das Folgende veröffentlicht:
– Gerhard Oberhammer and Marion Rastelli (eds): On the Mutual Influences and Relationship of Viśiṣṭādvaita Vedānta and Pāñcarātra. (Studies in Hinduism 4, Beiträge zur Kultur- und Geistesgeschichte Asiens 54, SbÖAW, phil.-hist. Kl. 756). Wien 2007, 325p.
– “Introductory Remarks.” In Oberhammer/Rastelli 2007, pp. 35–36.
– “The Influence of Orthodox Vaiṣṇavism on Viśiṣṭādvaita Vedānta and Pāñcarātra.” In Oberhammer/ Rastelli 2007, pp. 37–54.
– Der Ātmā als Subjekt in der Theologie Rāmānujas. (Materialien zur Geschichte der Rāmānuja-Schule 9, Veröffentlichungen zu den Sprachen und Kulturen Südasiens 39, SbÖAW, phil.-hist. Kl. 778). Wien 2008, 161p.
– Gerhard Oberhammer und Marcus Schmücker (eds): Glaubensgewissheit und Wahrheit in religiöser Tradition. Arbeitsdokumentation eines Symposiums. (Beiträge zur Kultur- und Geistesgeschichte Asiens 60, SbÖAW, phil.-hist. Kl. 775). Wien 2008, 349p.
– „Glaubenserfahrung als Wahrheit und Gewissheit in religiöser Tradition.“ In Oberhammer/Schmücker 2008, pp. 9–25.
– „Glaubensgewissheit als Ausdruck spiritueller Erfahrung. Das Beispiel Rāmānujas.“ In Oberhammer/Schmücker 2008, pp. 193–216.
– „Das vergessene Geheimnis der menschlichen Liebe. Versuch einer Annäherung.“ Cracow Indological Studies 12 (2010), pp. 17–50.
– “The Forgotten Secret of Human Love. An Attempt of an Approach.” Cracow Indological Studies 12 (2010), pp. 51–81.
– „Im Angesicht des Anderen. Rāmānujas Śaraṇāgatigadyam. Ein wichtiger Text viṣṇuitischer Religionstradition.“ Cracow Indological Studies 12 (2010), pp. 261–297.
– Gerhard Oberhammer und Marcus Schmücker (eds): Die Relationalität des Subjektes im Kontext der Religionshermeneutik. Arbeitsdokumentation eines Symposiums. (Beiträge zur Kultur- und Geistesgeschichte Asiens 70, SbÖAW, phil.-hist. Kl. 816). Wien 2011, 351p.
– „Der Ort, an dem sich Gott ereignet.“ In Oberhammer/Schmücker 2011, pp. 19–44.
– Monistische Gotteslehre und Spiritualität Vāmandattas. Ein religionshermeneutischer Versuch. (Publications of the De Nobili Research Library: Occasional Papers 9). Wien 2016, 74p. (out of print). 2. verbesserte Auflage, Wien 2023, 76p.
– “On the Dialectic of Language and Mysticism in Vāmanadatta’s Saṃvitprakāśa.” In: Viṣṇu-Nārāyaṇa. Changing Forms and the Becoming of a Deity in Indian Religious Traditions. Ed. by Marcus Schmücker. (Veröffentlichungen zu den Sprachen und Kulturen Südasiens 40, SbÖAW, phil.-hist. Kl. 934). Wien 2023, pp. 257–277.
– Meghanādārisūris Lehre vom jīvaḥ als Subjekt des Erkennens. Eine begrifflich kritische Reflexion der überlieferten Lehre. (Publications of the De Nobili Research Library: Occasional Papers 10). Wien 2023, 51p.
– “Debate on the Nature of the Goddess in the Rāmānuja School”. In: Conceptualizing Categories: Texts and Context in Indian Philosophy. Festschrift in Honor of Professor Shashi Prabha Kumar. Ed. by Purushottama Bilimoria et al. Berlin forthcoming.
* Die Autor:innen danken Alexandra Scheuba für ihr präzises Lektorat.
[1] „Das Tiroler Porträt. Der Indologe Gerhard Oberhammer. Nach einem Interview von Wolfgang Pfaundler.“ Das Fenster. Tiroler Kulturzeitschrift 44 (1988) 4352–4365, Zitat p. 4254 [sic].
[2] „Zur Beziehung von Feuer und Prāṇa in den vedischen Upaniṣaden.“ Soweit nicht anders vermerkt, finden sich bibliographische Einzelheiten zu den genannten Publikationen Oberhammers im zuletzt erschienen Schriftenverzeichnis bzw. in den nachstehend genannten Ergänzungen. Siehe unten p. 9.
[3] Die Erkenntnismetaphysik im Gesamtzusammenhang Plotinischen Denkens, Volltext unter ulb-digital.uibk.ac.at/urn/urn:nbn:at:at-ubi:2-53426 (Aufruf am 12.2.2026).
[4] Erich Frauwallner: „Geschichte und Aufgaben der Wiener Indologie.“ Anzeiger der phil.-hist. Klasse der Österreichischen Akademie der Wissenschaften 10 (1961), pp. 77–95.
[5] Gerhard Oberhammer: „Erich Frauwallner (28.12.1898–5.7.1974).“ Wiener Zeitschrift für die Kunde Südasiens und Archiv für indische Philosophie 20 (1976), pp. 5–17, Zitat p. 7.
[6] Roque Mesquita and Chlodwig Werba (eds): Orbis Indicus. Gerhardo Oberhammer lustrum XIII. exigenti ab amicis discipulisque oblatus. = Wiener Zeitschrift für die Kunde Südasiens und Archiv für indische Philosophie 38 (1994).
Francis X. D’Sa and Roque Mesquita (eds): Hermeneutics of Encounter. Essays in Honour of Gerhard Oberhammer on the Occasion of his 65th Birthday. (Publications of the De Nobili Research Library 20). Wien 1994.
[7] Marzenna Czerniak-Drożdżowicz and Ewa Dębicka-Borek (eds): gurum upapadyāmahe – The Volume Dedicated to Professor Gerhard Oberhammer on the Occasion of His 90th Birthday. Cracow Indological Studies 21.1 (2019), pp. v–vii.
